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Haarausfall - Behandlungsmöglichkeiten

Wir unterscheiden zwischen medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten, operativen Behandlungsmöglichkeiten und Kaschierungen mittels Perücken/Toupets/Haarteilen, Hair-Weaving oder speziellen Verdichtungs- Sprays bzw. Kontrast- Anpassern. Lernen Sie nachfolgend alle Optionen kennen:

Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten

Für die medikamentöse Behandlung von androgenetischer Alopezie gibt es verschiedene Therapieansätze.

5-Alpha- Reductase- Inhibitoren: Finasterid und Dutasterid

Hier wird die Bildung des Enzyms 5- Alpha- Reductase (es gibt 2 Unterarten) blockiert und somit die Umwandlung des Testosterons zu DHT, welches die genetisch überempfindlichen Haarfollikel verkümmern lässt, weitgehend reduziert.

Das schon lange auf dem Markt erhältliche Finasterid (Markennamen „Proscar“ und “Propecia“ der Firma Merck) blockiert nur eine Art des Enzyms, das seit 2002 erhältliche Dutasterid (Markenname „Avodart“ der Firma GlaxoSmithKline) beide Arten des Enzyms, und zwar zu einem höheren prozentualen Anteil und mit längerer Halbwertszeit als Finasterid.

Finasterid bzw. Dutasterid müssen täglich in Form von Tabletten eingenommen werden.

Schwangere Frauen dürfen nicht mit dieser Substanz in Berührung kommen, da hierdurch die Entwicklung der Geschlechtsorgane bei männlichen Föten gestört werden kann.

Medikamente gegen Haarausfall

Anti- Androgene: Spironolakton und Flutamid

Spironolakton wurde ursprünglich zur Anregung des Harnflusses (= Diuretikum) entwickelt, da es vor allem ein Aldosteron- Antagonist ist. Aldosteron ist ein körpereigenes Hormon, welches die Harnausscheidung reguliert. Man fand aber, daß Spironolakton auch die Bildung von Androgenen (= männliche Geschlechtshormone, in erster Linie Testosteron) hemmt. Auch Flutamid ist so ein Androgenhemmer.

Da durch diese Androgenhemmer nun weniger freies Testosteron vorhanden ist, wird als Folge auch die Menge am Umwandlungsprodukt DHT reduziert. Sofern Männer diese Androgenhemmer nur wegen ihres Haarausfalls nehmen, dürfen sie dies nur in Form von verdünnten Lösungen tun, die lokal auf die betroffene Kopfhaut aufgetragen werden. Eine orale Einnahme würde zur Verweiblichung führen, da dann das Medikament in den Blutkreislauf gelangt und nicht nur an der Kopfhaut wirkt. Das Auftragen erfolgt zweimal täglich: Morgens und abends.

Förderung der Durchblutung: Minoxidil

Regaine gegen HaarausfallBei der Entwicklung und Erprobung des blutdrucksenkenden Mittels „Minoxidil“ wurde vor vielen Jahren als Nebenwirkung zufällig festgestellt, daß bei regelmäßigem (versehentlichen) Hautkontakt mit diesem Mittel die auf der entsprechenden Stelle wachsenden Körperhaare gekräftigt wurden und auch bei oraler Einnahme Körper- und Kopfhaare generell kräftiger wuchsen. Mit anderen Worten: Es können somit auch die bei androgenetischer Alopezie verkümmernden Haare wieder zu einem kräftigeren Wuchs angeregt werden.

Der genaue Wirkungsmechanismus konnte bis heute nicht geklärt werden, man vermutet jedoch, daß vor allem eine verbesserte Durchblutung und damit bessere Nährstoff- und Sauerstoffversorgung der verkümmernden Haarfollikel die Ursache ist.

Minoxidil (Produktnamen „Rogaine“ bzw. „Regaine“ der Firma Upjohn) darf zur Behandlung des Haarausfalls ebenfalls nur lokal als verdünnte Lösung auf die betroffene Kopfhaut aufgetragen werden, da eine orale Einnahme systemische Effekte auf den Blutdruck ausüben würde.

Die Anwendung erfolgt zweimal täglich: Morgens und abends. 


Alle genannten Medikamente haben folgende Punkte gemeinsam:

Ausschließlich der Haarausfall vom männlichen Typ ist mit ihnen behandelbar.

Behandlungsziel ist die Reduzierung bzw. der Stillstand des männlichen Haarausfalls. Ein kräftiger Neuwuchs von Haaren wird durch kein Medikament erreicht. Zwar wird öfters von vermehrtem Haarwuchs berichtet, dieser ist aber dann ausnahmslos sehr bescheiden. Eine dichte Neubehaarung, etwa in den Geheimratsecken, ist mit Medikamenten nicht möglich.

Am besten wirken sie bei Haarausfall an der Tonsur („vertex“- Bereich), am schlechtesten bis überhaupt nicht bei sogenannten Geheimratsecken oder rückweichendem Haaransatz, da hier die Haarfollikel wohl am empfindlichsten sind.

Nach Aufnahme einer medikamentösen Behandlung ist ein erster positiver Effekt (Reduzierung der ausfallenden Haare, evtl. Kräftigung noch vorhandener Haare) meist erst nach 3- 6 Monaten zu erwarten.

Um den Effekt der Medikamente aufrecht zu erhalten, müssen diese täglich und ein Leben lang angewendet werden, entsprechend hoch sind die sich summierenden Kosten.

Wird das Medikament abgesetzt, so ist nach einigen Monaten mit einer Verschlechterung der Haar- Situation (erneute Verkümmerung gekräftigter Haare bzw. Ausfallen gehaltener Haare) zu rechnen. Letztenendes stellt sich der Zustand vor Beginn der medikamentösen Behandlung wieder ein.

Besonders bei aufzutragenden Mitteln kann der tägliche Arbeitsaufwand lästig erscheinen, je nach Zusammensetzung der flüssigen Lösung können nach dem Einwirken flockige Rückstände, ölige (fettig erscheinende) Haare bzw. Kopfhaut (Bsp.: Rogaine) oder intensive Gerüche (Beispiel: Spironolactone) zurückbleiben.

Natürlich sind auch bei jedem der erwähnten Medikamente verschiedene Nebenwirkungen möglich, die jedoch nur sehr selten und auch meist nur vorübergehend sind.

Manchmal lässt die einst positive Wirkung des Medikaments nach 2- 5 Jahren nach („Gewöhnungseffekt“).

Interessant ist, daß oben erwähnte Medikamente nicht gezielt für die Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall entwickelt wurden, sondern ihre Wirksamkeit gegenüber Haarwachstum nur nebenbei (Nebenwirkung), d.h. völlig zufällig, entdeckt wurde.

Anmerkungen:

Wichtiger Hinweis: Obige Medikamenten- Auflistung ist keinesfalls als Einnahme- Empfehlung seitens der FUE- Hairtransplant Hamburg zu werten, sondern ist lediglich ein informierender Überblick über die aktuellen medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten bei androgenetischer Alopezie.

Die meisten dieser Medikamente sind verschreibungspflichtig und die Anwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und Risiko. Sollten Sie an einem Medikament interessiert sein, so lassen Sie sich bitte ausführlich von einem spezialisierten Arzt (z. B. Dermatologe) und/ oder Apotheker beraten. Die Wirksamkeit aller oben erwähnten chemisch definierten Medikamente bei männlichem Haarausfall ist wissenschaftlich erwiesen, es existieren teilweise sogar mehrere ausführliche wissenschaftliche Studien und Zulassungen der Gesundheitsbehörden zur Behandlung von männlichem Haarausfall.

Diverse Nahrungsergänzungspräparate in Verbindung mit einer ausgewogenen gesunden Ernährung, Biotin- Kapseln, Silicium- Kieselerde, Bierhefe- Tabletten etc. haben zwar positive Auswirkungen auf das generelle Wohlbefinden und Wachstum von Haut/ Haaren/ Nägeln, können jedoch verständlicherweise ein Fortschreiten des erblichen Haarausfalls nicht verhindern, da hiermit die Ursache nicht bekämpft wird.

 

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